Freitag, 7. Januar 2011

Gesundes neues Jahr!

Nachdem wir uns aus den Wassermassen befreit hatten, haben wir auf dem Parkplatz in Te Anau ganz unromantisch Weihnachten verbracht und in der Nacht wurden wir von Orkanböen und Regen aus dem Zelt vertrieben. Nachdem wir die Westküste verlassen hatten, wurde das Wetter wenigstens wieder etwas besser. Wir sind entlang der Ostküste gefahren, haben Sightseeing betrieben (Dunedin, als schöne Stadt mit tollen Stränden und der steilsten Straße der Welt (35 %)). Außerdem noch die Moeraki Boulders, diese lustigen Steinkugeln mit bis zu 2m Durchmesser, die irgendjemand (vielleicht der Schöpfer) direkt an einem Strand der Ostküste geparkt hat. Der Versuch Pinguine durch illegales Vorbeiklettern an der Kasse zu sehen, schlug leider fehl, da die doofen Vögel noch nicht wieder an Land gekommen waren. Dann ging es weiter zu den Bouldergebieten Elephant Rock und Hulk Hogen, in denen wir uns ganz gut auf die bevorstehende Woche in Castle Hill einstellen konnten. Dort gibt es allerdings kein Internet, und in den nächsten Städten (bis 40km Entfernung) hatten fast alle Cafes und Bibliotheken bis nach Neujahr zu. Auch in den übrigen Internetmöglichkeiten war tote Hose, weil ein erneutes Erdbeben in Christchurch das Internet lahmgelegt hat.
Deshalb schreibe ich jetzt erst vom Flughafen in Christchurch, nachdem ich die Sprengstoffkontrolle (warum schon wieder ich) schwitzend überstanden habe, weil ich aus Gewichtsgründen 2 Hosen und 4 Pullover angezogen hatte.
Damit ist der Neuseelandteil unserer Reise fast abgeschlossen. Zeit für ein sehr kurzes Resumee: Neuseeland hat eine sehr abwechslungsreiche und schöne Landschaft, die oft an die Alpen erinnert. Neben vielen (etwa 50mio) Schafen und Kühen gibt es wenig Leute (4mio), die zum Großteil in der Stadt leben. Das erste Mal im Linksverkehr fahren ist ein Erlebnis, genauso wie das Wetter, was wohl bei uns nicht so toll war. Ich habe nie soviel Regen auf einmal erlebt.

Zum Sportklettern hat uns Paynes Ford am Besten gefallen, aber das Bouldergebiet um Castle Hill ist noch viel besser und da kann man auch ein paar Routen klettern. Die Kalkboulderei dort ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber ziemlich faszinieren, wenn man es einmal bisschen raus hat. Viele Boulder sind nicht so überhängend, dafür wartet oft ein gemeiner Abschlussmantle auf einen, bei denen man versucht ohne jegliche Griffe irgendwie auf den Boulder zu kommen. Da kann man dann von oben lustig, verkrampfte Fotos machen. Lisa hat ihr Ziel erreicht. Am letzten Tag gelang ihr eine V6 mit vielen Knieklemmern. Und ich habe mein Ziel etwas verfehlt, aber dafür manteln geübt. Ich muss also noch mal wiederkommen.
Stemmen, Pressen , Drücken - typisch Castle Hill (V2)

Nette, exponierte V3

V4 Mantle können verdammt schwer sein

Lisas V6 in letzter Sekunde

Ab nach Australien…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen