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| Liegt ein U-Boot auf der Wiese, weit weg vom Meer |
Da der Großteil der Grampians immer noch zu war, weil einfach die Straßen nicht mehr vorhanden sind, mussten wir so coole Sektoren wie z. B. die Gallery auslassen und haben uns also auf den langen Rückweg Richtung Sydney begeben. Unterwegs hat sich erstmal einer unserer Reifen aufgelöst, bei Tino ähnelte das Reifenwechseln aber einem Boxenstopp in der Formel 1, ich war echt verblüfft und es ging schnell weiter. Erster Zwischenstopp war der Mt. Buffalo, das ist ein kleiner Nationalpark mit einem Hochplateau, auf dem bekletterbare Granithaufen rumliegen, außerdem kann man auch am Rand des Plateaus bis zu 300 m lange Routen klettern. Die Reibungskletterei ist echt super. Grobkörniger, gleichmäßig bebuckelter Granit, auf dem man die größten Buckel sucht, um sich draufzustellen. Ein bisschen nervig ist, dass fast alles nur mit Carrots abgesichert ist. Das ist eine australische Spezialität und bedeutet, dass statt normaler Bohrhaken nur Schrauben (M10) vorhanden sind, über die man dann noch ein Boltplate („Lasche“) drüberhängen muss, bevor man eine Exe einhängen kann. Man hat diese Boltplates im Chalkbag, um sie benutzen zu können (man kann sie ja nicht erst vom Karabiner abfummeln), also kommt man nicht so richtig an sein Chalk ran. Außerdem sieht man die Routen nicht, weil gerade auf dem Granit diese Schraubenköpfe überhaupt nicht zu sehen sind, also klettert man gern mal vorbei.
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| 100 m Reibungskletterei an der Cathedral am Mt. Buffalo |
Vom Mt. Buffalo sind wir an einem Tag etwa 600 km östlich nach Nowra gefahren. Da soll das beste Sportklettergebiet Australiens sein und nach dem Platten- und Abenteuerklettern war das mal ne gute Abwechslung. Das Gebiet liegt an einem Fluss mit einem schönen Campingplatz. Wenn man dort Gast ist, kann man kostenlos die Kanus nutzen und auf die andere Flussseite paddeln, um zu den coolen Sektoren zu gelangen. Die Klettereien sind wirklich gut. Man kann wählen ob 7 oder 30m Route, ob Platte oder waagerechtes Dach. Kurz: es lohnt sich, da mal vorbeizuschauen.
Um nach 2 Tagen wieder ein bisschen Action zu haben, braucht man nur an die Küste zum Klettergebiet Point Perpendicular zu fahren. Das beginnt damit, dass man in ein militärisches Sperrgebiet fahren muss. Wenn man Pech hat, ist es gerade gesperrt, weil Bombenabwurfübung oder ähnliches stattfindet. Wenn man dann erst mal drin ist, kann man an Sandsteinwänden klettern, die direkt am Meer sind. Das bedeutet, zum Einstieg abseilen und hoffentlich wieder hochklettern. Das ist echt cool und die Routen richtig gut, man kann wieder wählen, ob man nur Haken klippt oder doch noch Keile etc. mitnehmen will.
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| Klettern mit Ausblick am Point Perpendicular |
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| Bombenabwurfübungsplatz Point Perpendicular |
Nach 2 Tagen mussten wir auch hier wieder los, da in Sydney jemand unser Auto kaufen und es sich erst mal angucken wollte. Also sind wir nach Sydney gefahren und haben unser Auto verkauft. Coole Sache. Vor allem können wir es jetzt noch ne Woche behalten und in den Blue Mountains klettern gehen.
Den nächsten Tag haben wir in Sydney bei Colin und seiner Familie verbracht und ausnahmsweise mal was nützliches gemacht. Wir haben fast den ganzen Tag gearbeitet, weil Colin den Dachboden ausbaut und Hilfe gut gebrauchen konnte. Abends gabs dafür ein schönes Kängurusteak. Echt gutes Fleisch.
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| harte Arbeit am Ruhetag in Sydney |
Apropos Känguru. Ich wollte noch mal was über die Tierchen in Australien schreiben. Wir haben es jetzt endlich geschafft alle Tiere zu sehen, die wir sehen wollten. Känguru, Koala, Echidna und die vielen bunten Vögel haben wir schon mal erwähnt. In den Grampians haben wir unseren ersten Emu gesehen und viele weiße Riesenpapageien, die übelst Krach machen. Naja, das letzte Tier das wir sehen wollten, war ein Wombat. In Nowra auf dem Campingplatz läuft in der Dämmerung auf einmal ein schweineähnliches Etwas über den Weg und frisst Gras. Da war unser erstes Wombat. Allerdings sehen die nicht wie Schweine aus sondern viel besser. Echt witzige Tierchen. Nun zu den Tieren, die man nicht sehen will: Weißer Hai und Krokodil haben wir zum Glück noch nicht gesehen. Dafür bin ich am Point Perpendicular fast über eine Schlange gestolpert. Wie mir Colin später erzählte, war da die 4. giftigste der Welt. Aber das man die trifft sei kein Wunder, es leben wohl 19 der 20 giftigsten Schlangen der Welt in Australien. Und dann hat uns Colin echt gruselige Geschichten erzählt. Giftige Spinnen schocken uns ja jetzt schon nicht mehr so sehr, auch Lisa kommt mittlerweile besser mit Spinnen klar (vor allem wenn ich sie wegmache). Die giftigste Spinne der Welt ist die Sydney Funnel-web spider und die wohnt zum Beispiel bei Colin im Garten. Und wahrscheinlich überall in Sydney. Die Trichternetze der anderen Funnel-web-spider-Arten sieht man ständig beim Klettern und ist dann immer bemüht, nicht ganz so tief in irgendwelche Löcher zu greifen. Ich wurde beim Klettern echt mal von einer Spinne attackiert, die kam an und wollte beißen. Zum Glück war ich im Toprope und konnte einfach loslassen. Die gruseligste Geschichte von Colin: Er hat beim Klettern aus einem Untergriff weit hoch in ein Band gefasst und dachte sich dann „That´s not rock“. Also Zug wieder zurück und außenrum geklettert, bis er dann von oben auf das Band gucken konnte und die fette Schlange sah, auf die er direkt drauf gefasst hatte.










