… doch beginnen sollten wir bei Melbourne. Direkt von der Fähre aus Tasmanien sind wir in den Aldi gefahren (ja den gibt’s hier auch und er hat auch hier mit die günstigsten Lebensmittel). Als wir gerade den Einkauf beendet hatten, wurden draußen alle Leute etwas hektisch. Wie sollte es anders sein, der Regen hat uns mal wieder eingeholt, nur bis Tassie war er nicht gekommen. Draußen hat es so geregnet, dass in 5 Minuten die komplette Straße unter Wasser stand (Bild).
Das erinnerte uns irgendwie an das Hochwasser in Dresden 2003, wo auch diverse Autos geflutet waren. Unser Brownie hat es ganz gut überstanden, das Wasser ging nur bis zur Stoßstange. Naja, es hat dann auch noch die ganze Nacht geregnet, das bedeutet in 12 Stunden etwa ein Sechstel des Jahresniederschlags von Dresden.
Im Internet haben wir dann auch noch gelesen, das die Grampians aufgrund der erneuten erwarteten Niederschläge vorsorglich gesperrt sind. Deshalb haben wir ein Tag mit Sightseeing in Melbourne verbracht, was auch echt cool ist. Es gibt ein kostenloses Touristen-Shuttle mit dem man durch die Stadt gefahren wird und die wichtigsten Sachen sieht. Das ist echt entspannt, wenn man mal nicht mit dem Auto in ner Großstadt unterwegs ist. Melbourne ist zudem echt schön. Es gibt viele Grünanlagen, wie den Royal Botanic Garden, der allerdings aufgrund der heftigen Regenfälle zum Teil geflutet war.
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| Lisa im Kräutergarten des Botanic Gardens |
Interessant war es trotzdem, weil es Pflanzen aus aller Welt zu besichtigen gibt und viele seltene Vögel und Tierchen. Lustig ist es, wenn die Aale auf der nassen Wiese rumzappeln.
Nach dem Botanic Garden sind wir zum Queen Victoria Markt gefahren. Ein riesiger Markt, wo es alles zu kaufen gibt. Nachmittags haben wir uns dann noch den Hafen und die Innenstadt angeguckt. Sehr interessant, weil die Architektur sehr abwechslungsreich ist. Neben einem Haus von aus dem 19. Jahrhundert steht eben einfach mal ein Hochhaus von gestern.
Noch am selben Tag sind wir in die Grampians gefahren, hier hatte es offenbar gar nicht geregnet. Wir sind wieder auf den Mt. Stapylton Campingplatz gefahren. Der ist ziemlich cool: Neben den vielen Kängurus gibt es Emus und weiße Riesenpapageien, die zu hunderten in einem Baum am Ende des Campings nächtigen. Leider machen die früh so einen Lärm, dass man ab halb sieben nicht mehr schlafen kann. Das hat mich allerdings nur wenig gestört, da man sowieso zeitig aufstehen muss, wenn man an der Taipan Wall klettern will. Außerdem hat der Campingplatz viele Mücken zu bieten, die in unerträglicher Zahl ab Einbruch der Dämmerung vorhanden sind. Ziemlich cool ist dafür die „Buschdusche“, bei der man 12 Liter aus dem Regenwassertank in einen Eimer kippt, der unten einen Duschkopf dran hat. Damit kann man erstaunlich lange duschen.
Nun kurz zum Klettern. Da in den Grampians derzeit nur der Nordteil zugänglich ist, waren wir fast ausschließlich am Mount Stapylton klettern und dabei vorrangig an der Taipan Wall.
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| Taipan Wall im Abendlicht |
Jeder der diese Wand und ihre Ausrichtung (nordwestlich) kennt, kann sich vorstellen, dass es sehr ungewöhnlich ist, wenn man im australischen Hochsommer beim Sichern 2 Jacken und Handschuhe anhat. An den ersten Tagen war es echt kalt bis nachmittags die Sonne den Fels enorm aufwärmt. Wir haben eine Menge von den klassischen Routen geklettert. Am ersten Tag haben wir uns versehentlich mit der falschen Route aufgewärmt und ich war echt frustriert wie schwer 21 sein kann, bevor der Local um die Ecke kam und mir erzählte, dass ich gerade ne 26 geklettert bin. Bei mir lief es echt ganz gut und ich habe mich schnell an die runden Griffe und weiten Züge gewöhnt. Lisa konnte auch am zweiten Tag „Invisible Fist“ (die „Aufwärmroute“ vom Vortag) Rotpunkt klettern. Generell ist die Taipan Wall ziemlich beeindruckend. Eine mehr als 100m lange, überhängende, glatte Wand. Viele der 1-3 Seillängen Routen sind dementsprechend eher schwer und man braucht ganz schön Ausdauer. In den leichteren Routen gibt es teilweise nur 1-2 Bohrhaken auf 50m. Andere Routen sind gut mit Bohrhaken abgesichert.
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| Beim Rotpunkten von Mr. Joshua (25) |
Wenn die Sonne nachmittags in die Wand kommt, kann man eigentlich woanders hingehen, denn es gibt in der Nähe noch ein paar schöne Wände mit guten Routen (Wall of Fools und Sandinista Wall). Seit wir angekommen sind ist es jeden Tag wärmer geworden. Gestern hatten wir schon 33°C, da hat es diese Nacht gleich mal durchgeregnet.





Ihr solltet nen Wassersport treiben.......
AntwortenLöschenOder ihr geht ma in die Hollow Mountain Cave bouldern. Also anschaun solltet ihr euch die auf jeden Fall mal!
Na dann einfach tapfer weiterschwimmen........
Frank