Dienstag, 21. Dezember 2010

Neuseeland - Weltuntergang

Frohe Weihnachten an alle! Esst nicht zu viel...

Wir wollten nur mal kurz ein Lebenszeichen von uns geben. Auf Neuseeland ist es echt schwierig kostenloses W-LAN zu finden, deshalb haben wir ewig nix geschrieben.

Uns gehts an sich bestens, außer dass das Wetter gerade katastrophal ist.  Wir sind ganz im Südwesten der Südinsel am Milford Sound, da gibt es eine Alpenvereinshütte und ein paar Klettergebiete. Vorgestern sind wir zu der Hütte gefahren, man muss durch ein Flussbett, das war aber komplett trocken obwohl es in den letzten Tagen geregnet hatte. Also haben wir uns nix dabei gedacht. Dann hat es in der Nacht aber so krass geregnet, dass ein riesiger Fluss enstanden ist, man könnte bestens darauf raften. Also saßen wir gestern den ganzen Tag in der Hütte, es hat eh die ganze Zeit geschüttet. Jetzt sind wir gerade mit der Hüttenwirtin Rachel und einem Local in die Stadt gefahren. Rachel hat einen Jeep und so sind wir durch den Fluss gekommen, der hat heute auch schon ein bisschen weniger Wasser. Also genaugenommen sind es zwei Flüsse, im ersten liegen jetzt große Steine und der zweite ist hüfttief. Das kann sehr heiter werden unser kleines Mietauto da rauszubekommen.  Morgen soll es nicht mehr ganz so viel regnen, das ist dann unsere Chance bevor am Freitag wieder Weltuntergang angesagt ist.
Weltuntergangsstimmung und gefülltes Bachbett direkt an der Hütte

Klettern hinterm Wasserfall


Was haben wir bisher hier gemacht? Wir sind vor zwei Wochen in Auckland auf der Nordinsel angekommen und haben uns dann erstmal einen Tag lang Blubber-Blubber und Stinke-Stinke bei Rotorua angeguckt. Unter dem Gebiet dort ist eine Magmablase und überall dampft und brodelt es. Es gibt kochende Seen und Flüsse, Matschgeblubber, Gewässer in abgefahrenen Farben und überall stinkt es nach Schwefel.
Champagnerpool bei Rotorua

Dann haben wir die Tongariro Alpine Crossing gemacht, das ist auch ein must-have (entsprechend viele Leute sind unterwegs). Man läuft 20 km durch superschöne Vulkanlandschaft, kann zwischendurch den Herr-der-Ringe-Vulkan besteigen, dann gibt’s coole blaue Seen und zum Schluss noch ein bisschen Dschungel.
Herr der Ringe Vulkan im Tongariro NP

Wir waren auf der Südinsel bei Paynes Ford, das ist das bekannteste Sportklettergebiet Neuseelands. Wir waren drei Tage klettern und es war auch echt ganz cool, bläst voll die Unterarme auf, weil alles Sloper sind. Das legendäre Hangdog-Camp ist leider gerade geschlossen, also wohnen alle Kletterer auf einer Wiese am Fluss neben einer Brücke, 6 km vom Klettergebiet entfernt. Beim Regen konnte man dann gut unter der Brücke zelten. Leider wollte der Regen nicht mehr aufhören, also sind wir nach den drei Klettertagen aus Paynes Ford geflohen, die Westküste runtergefahren und hatten dann zumindest mal nicht ganz so schlechtes Wetter. Wir waren bei Wanaka und einen Tag hier im Milford Sound im Sektor The Chasm hinterm Wasserfall klettern (Bild oben).Vielleicht können wir sogar heute nochmal klettern gehen. Beim Zustieg zum Sektor Babylon wird man wohl sowieso komplett nass, weils durch den Dschungel geht und die Wand ist immer trocken, weil sie so überhängt.

Tino beim lustigen Swing in Paynes Ford

Freitag, 3. Dezember 2010

Fiji

Nachdem wir uns am Ende doch noch ganz gut mit Joshua Tree angefreundet hatten (man braucht halt ein bisschen Eingewöhnung und Tipps von Locals bei der Routenwahl) und einen anstrengenden aber erfolgreichen Abreisetag in Los Angeles  hatten, sind wir jetzt in Fiji am Strand. Beim 11 Stunden Flug haben wir den Äquator und die Datumsgrenze überquert, wodurch unser 1. Dezember quasi einfach ausgefallen ist. Während wir vorher 9 Stunden hinter der deutschen Zeit waren, sind wir jetzt 12 Stunden voraus. Ha, überholt. Außerdem haben wir auch die Temperaturskala von 30 Fahrenheit (ungefähr 0°C) auf 30°C umgestellt.
Fiji besteht aus sehr vielen sehr kleinen Inseln. Wenn man mit Air Pacific zwischen den USA und Neuseeland/Australien fliegt, ist Fiji ein kostenloser Zwischenstopp, weshalb man hier viele Weltreisende trifft.
Wir hatten uns vorher das Beachouse als Unterkunft ausgesucht, weil wir nur 5 Tage hier sind und da gleich auf der Hauptinsel bleiben wollten. Eigentlich wollten wir die 100 km vom Flughafen mit dem Bus herfahren, dann kam aber zufällig der Beachouse-Minibus vorbei, Tino hat einen guten Preis ausgehandelt und so war die Anreise sehr bequem. Unterwegs konnten wir gleich noch auf dem Obst- und Gemüsemarkt andocken. Da gibt es einige lustige, unbekannte Sachen und alles „haufenweise“. D.h. es gibt keine Kilo-Preise oder so, sondern vorsortierte Haufen („heaps“), die dann je 1 oder 2 Fiji-Dollar kosten. Also haben wir für je einen Dollar (= 40 Cent) 5 Papayas und 11 Auberginen gekauft. Praktischerweise sprechen hier alle englisch.

Das Beachouse ist das „Backpacker Resort“, sehr nett und relativ günstig. Wir leisten uns sogar ein 2-Bett-Häuschen, 150 m vom Strand entfernt und sehr gemütlich. Es ist hier echt so, wie ich mir das erhofft hatte, mit Strand, Palmen, Hängematte, Pool… ziemlich paradiesisch. Ein Klettergebiet fehlt allerdings, sonst wärs perfekt.
ohne Kommentar: der Strand eben

Gestern haben wir die Jungle-Wasserfall-Wanderung gemacht, die ist quasi ein Muss wenn man im Beachouse ist. Der Wasserfall ist zwar eher mickrig, aber auf dem Weg dahin erzählt der einheimische Guide lauter interessanten Sachen über die Pflanzen und so. Außerdem war es sehr unterhaltsam, weil wir mit drei englischen „City Girls“ (so wurden sie vom Guide bezeichnet) unterwegs waren, die mit ihren Flipflops im Jungle-Matsch überfordert waren. Wir hatten auch Flipflops an und hatten überhaupt keine Probleme, aber die drei Mädels konnten sich echt nicht bewegen und sind dann lieber barfuß gelaufen. Da waren sie dann aber hart im Nehmen, denn auf dem Boden waren überall richtig große Tausendfüßler.
Die "City Girls" beim Jungletrip

Gestern abend haben wir mit zwei österreichischen Kletterern auf der Wiese rumgesessen, als hinter uns eine Kokosnuss einschlug. Dann folgte der obligatorische Kampf um die Nuss irgendwie zu knacken und schließlich saßen wir beim Sonnenuntergang mit unserer Kokosnuss am Strand. So muss das Leben sein.
Fiji-Slackline

Samstag, 20. November 2010

Van sold, Bishop and Joshua Tree

Yuhu, wir haben unser Auto verkauft.
Das ist vielleicht der richtige Zeitpunkt um mal was über "Baby blue" (so heißt der Van) zu schreiben. Es ist ein alter (1992) GMC-Van, der seit März in deutscher Hand ist. Der Van ist supercool, man wird ständig darauf angesprochen, weil er auch noch total gut in Schuss ist. Und jeder der einen Blick hinein wirft ist neidisch auf unser "King size bed". Wir haben also (dank Gerlind und Gunter) ein riesen Matratze drin, die passt ganz genau rein und ist Luxus pur. Vor allem wenn es wie jetzt  immer um 17 Uhr dunkel und kalt wird.

Und weil der Van so toll ist, hatte Jason aus Boulder gleich bei unserer Ankunft gesagt, dass er ihn dann kauft. Er sollte ihn wor unserem Abflug in Los Angeles abholen. Vor einer knappen Woche kam dann die Nachricht, dass er weder Zeit noch Geld hat, das Auto zu kaufen. Also kurzzeitig Stress und große Van-for-Sale-Aktion. Nachdem erstmal ein paar Tage nix passiert ist, hatten wir gestern plötzlich drei Interessenten und haben den Van dann heute an zwei supernette Kletterer verkauft. Die sind auf einem "Roadtrip", ihr altes Auto war etwas eng und jetzt werden sie mindestens bis zum Sommer in "Baby blue" wohnen. Wir können das Auto noch bis Dienstag behalten und werden dann von den beiden am Flughafen abgesetzt. Perfekt.

Soviel zum Auto...

Wir waren noch drei Tage in den Buttermilks bzw. Happys bouldern. Dabei haben wir Katinka und Axel aus Stuttgart getroffen, die sind 9 Monate hier und haben eine Homepage mit ein paar Infos zu Bouldergebieten in den USA (+Squamish): http://axel.perschmann.info/
Wir waren mit den beiden bouldern und zum Abschluss nochmal in den Hot Springs (Keough Hot Springs Road). Diesmal wars auch wieder hot, weil das Hot Springs Schwimmbad ab 19 Uhr geschlossen hat und das Wasser nicht mehr abzapft.
Wir waren 2 Stunden planschen, das war sehr lustig, allerdings waren wir nachher sowas von aufgeweicht...

Jetzt sind wir in Joshua Tree. Landschaftlich ist der Nationalpark echt nett, viele Gipfel, Blöcke, Felshaufen und dazwischen überall die Joshua Bäume. Allerdings fehlen die Highlights und das Klettern reißt uns nicht so vom Hocker. Ansich ist die Kletterei cool, allerdings merkt man bei der Absicherung, dass das ein altes Klettergebiet ist. Entweder Risse, die immer schwerer sind als sie aussehen oder 30m-Platten mit 3 bis 4 Bohrhaken.

Unsere erste Route hier war 5.9 und echt krass. Crux zum zweiten Haken in 15 m Höhe mit Erdungspotenzial in Blöcken. Und für 5.9 voll abgefahren. Tino ist im Nachstieg direkt mal reingefallen (Nachstieg ist aber auch nicht sein Ding:)).
Es gibt viele Routen die man laut Kletterführer nur im Toprope klettern soll. Das ist doch komisch. Und dann sollte es wenigstens auch mal Umlenker (oder irgendwelche Haken) geben, damit man zum Topropen nicht den ganzen Gipfel mit Schlingen und Cams einstricken muss.

Heute waren wir Wäsche waschen und da hat uns ein alter Mann erzählt, dass es in so einer Kirche in der Nähe zwischen 16 und 18 Uhr kostenloses Thanksgiving Dinner gibt. Thanksgiving ist morgen und wird hier echt groß gefeiert. Jedenfalls sind wir da natürlich hingefahren und haben uns ein ordentliches Truthahn-Essen abgeholt. Die Leute da sahen alle bedürftig aus, allerdings standen dafür echt große Autos vor der Tür. Das Essen wurde von Pfadfindern serviert und war total lecker. Drei Gänge.

Montag, 15. November 2010

Red Rocks Genuss und Bishop

Nachdem ich mir im "Monkeyfinger" die Finger verletzt hatte und wir im "Prince of Darkness" in der Dunkelheit ohne Lampe absteigen mussten, hatten wir ein bisschen Angst davor, was uns erwartet, wenn wir "Levitation 29" klettern. Levitation heißt übersetzt "freies Schweben" und 29... mmh.

"Levitation 29" ist eine der besten Mehrseillängenrouten in den Red Rocks, 5.11c und 9 Seillängen. Zur Abwechslung hat mal alles funktioniert, wir haben alles gleich gefunden und die Route war echt der Hammer. Die Absicherung ist super, neue Bohrhaken wo man sie braucht, sehr solide Stände und zwischendurch muss man auch mal nen Klemmkeil legen. Die schweren Stellen sind cool, wir waren begeistert. Absolute Empfehlung!!! (Link: Levitation 29)

Auch eine Empfehlung, allerdings weniger förderlich fürs Klettern: CiCi´s Pizza. Da gibts für 5 Dollar Pizza-All-You-Can-Eat. Und die Pizza ist echt gut. CiCi´s gibts mehrfach in Las Vegas und offenbar auch sonst überall in den USA. Es gibt Pizza, Pasta, Salat und Dessert, lustigerweise gibts auch Pizza die mit Pasta bzw. Salat bzw. Dessert belegt ist.

Wir sind auch mal wieder durchs Death Valley gefahren, diesmal waren die Temperaturen angenehm, man konnte sogar aussteigen und sich was angucken.
Badwater (86m unter NN) im Death Valley - Laufen auf der Salzkruste

Jetzt sitzen wir in Bishop im "Black Sheep" und trinken Kaffee, das ist hier der Kletterertreffpunkt. Wir waren in den Buttermilks und den Happies bouldern und es lief eigentlich ganz gut. Vor allem Tino ist viel besser als beim letzten Mal als wir hier waren. Heute früh waren wir in den Hot Springs baden, leider sind die gerade gar nicht hot sondern nur warm.

Bouldern in Bishop

Dienstag, 9. November 2010

Red Rocks Abenteuer

Die gute Nachricht ist, dass es meinen Fingern wieder besser geht. Ich hab halt am Zeigefinger eine Brandwunde vom Seil und eine Verstauchung im kleinen Finger. Das wird immer schön getapt und so kann ich schon wieder klettern.
Die schlechte Nachricht ist, dass wir gerade in Las Vegas im Luxor zum Mittags-all-you-can-eat waren und es Tino jetzt schlecht geht:) Er hat echt unglaublich viel gegessen und liegt jetzt völlig fertig neben mir im Auto. Er meinte gerade, dass in seinen Gliedmaßen gar kein Blut mehr ist, weil das alles im Bauch benötigt wird.
Las Vegas, der Strip

Nach unserem kleinen Kletterunfall hatten wir keine Lust mehr auf Zion und mit meiner Hand war an Rissklettern auch nicht zu denken. Die großen Ziele mussten also mal wieder verschoben werden, wir kommen bestimmt mal wieder in den Zion. Wir sind also nach Las Vegas gefahren, hatten erstmal noch ein bisschen Stress, weil wir zwei neue (gebrauchte) Reifen für unser Auto brauchten, die wir dann nach vielem Hin und Her bei einer Mexikaner-Autowerkstatt bekommen haben. Nur bei den Mexikanern bekommt man gebrauchte Reifen, wir hatten dann glücklicherweise eine Werkstatt gefunden, wo sogar jemand Englisch sprach.

Wir waren dann zwei Tage am Mount Charleston klettern (bzw. ich hab erstmal nur gesichert), dass ist eine Stunde von Las Vegas weg, man ist aber in einer völlig anderen Welt. Berge mit Schnee, kaum Menschen, Ruhe, landschaftlich wie in den Alpen. Da gibt es viele Kalkklettergebiete, allerdings ist die Kletterei irgendwie gewöhnungsbedürftig.
Kletterkollege in den Red Rocks

Dann sind wir in die Red Rocks gefahren, waren schön an der Gallery sportklettern und haben gestern mal wieder ein echtes Abenteuer erlebt. Eigentlich wollten wir nur den "Prince of Darkness" klettern, das ist hier die Sportklettermehrseillängenroute, die jeder macht. 5.10c, 6 Seillängen und richtig schön. Nachdem wir die Zufahrt über die Dirt Road gefunden hatten (Tipp für Leute die auch mal zum Black Velvet Canyon fahren wollen: die Dirt Road beginnt jetzt an dem großen neuen Parkplatz), hatten wir erstmal Glück, denn wir waren die Ersten an der Wand. Weniger gut war das Wetter, denn es war sehr unangenehmer Sturm und dadurch richtig kalt. Die sechs Seillängen gingen trotzdem ganz gut. Danach wollten wir aber weiter machen und damit begann das Abenteuer. Mit unserem 70m Seil hätten wir nicht ohne Materialverlust (2 Karabiner) abseilen können und im Kletterführer stand, dass man mit 5 weiteren, leichten Seillängen auf den Gipfel klettern und runterlaufen kann. Das erste Stück ging auch gut, es kamen auch noch ein Stand. Allerdings fing es zwischendurch mal an zu schneien. Als ich am zweiten Stand (Absatz mit Baum) ankam, meinte Tino, dass hier voll die Leiche liegt. Und da lag tatsächlich eine menschliche Leiche! Unfassbar. Die liegt da zwar sicher schon sehr lange, weil die Knochen ganz sauber sind und einige Knochen fehlen (z. B. auch der Kopf), aber es ist einfach mal ein toter Mensch und man sieht auch noch die Klamotten. Danach wurde die Wegfindung immer schwieriger, offenbar klettert das nie jemand und zurück ging es auch nicht mehr richtig. Aber wir dachten ja, dass wir jeden Moment oben sind. Es wurde aber immer weiter und irgendwann stellten wir fest, dass wir wirklich noch sehr sehr weit hoch müssen, um dann runterlaufen zu können. Es wurde dann Speedklettern im Kampf gegen die untergehende Sonne. Den Abstieg sind wir komplett runter gerannt (in Kletterschuhen). Tino immer vorneweg, auf der Suche nach den Steinmännern. Im Dunkeln wäre das nicht zu finden gewesen. Endlich am Auto angekommen musste Tino nochmal los, um die Rucksäcke vom Einstieg zu holen. Dabei hat er noch zwei Japaner gerettet, die sich voll verlaufen hatten.

Jetzt sitzen wir also glücklich in Las Vegas hinterm Mc Donalds, neben uns hat gerade ne fette Limosine geparkt. Beim letzten Ruhetag hier haben wir uns sogar mal an einen "einarmigen Banditen" getraut. Wir wussten erst nicht, wie das geht, haben einfach mal einen Dollar reingeschoben und auf die Tasten gedrückt und direkt 12,50 $ gewonnen! Yuhu.

Dienstag, 2. November 2010

Monkeyfinger

Eigentlich wollten ich gerade in der 8. Seillänge des "Monkeyfingers" (5.12b) sein. Nun sitzen wir schon wieder in der Bibliothek.

Und das kam so... Ich bin gerade in der Crux-Seillänge (3.) um meine Monkeyfinger in den viel zu engen Fingerriss zu stopfen. Nachdem ich mich entschlossen hatte mein Onsight gegen sicheres Legen von Klemmgeräten zu tauschen, wollte ich mich erstmal ins Seil setzen. Fehler! Meine tollen Mikrocams hatten wohl noch nicht ausgeschlafen, sodass ich mich eine Sekunde später 4m unter Lisa im Standplatz hängend befand. Blick nach unten.
Schadensmeldung: Mir war nichts passiert, außer Fassungslosigkeit. Es lebe das Grigri. Jedoch hatte Lisa die Rolle der Monkeyfinger übernommen. Es hat sie ziemlich bescheuert gegen den Stand gezogen, sodass die Finger im Seil eingequetscht wurden. Hautverlust und ein komisch wirkender kleiner Finger veranlassten uns zum Abseilen und zur Fahrt zum Arzt (Miniklinik im Zion).
Diagnose: Nichts gebrochen, sondern ein bisschen verrenkt und gequetscht, halb so wild... Glück gehabt.

Deshalb sitzen wir jetzt hier und ich schreibe zur Abwechslung mal den Text. Mein Monkeyfinker sitzt neben mir und nimmt homöopathische Mittelchen von meiner Mutti:-)


Die nächsten Tage ist wohl Wandern angesagt.

Montag, 1. November 2010

Zion-Abenteuer

Wir sind immer noch im Zion und sitzen mal wieder in der Bibliothek, wie meistens an Ruhetagen.


Als erstes eine Routenempfehlung: The Headache 5.10. Drei Seillaengen, superschoen, quasi durchgaengig Handriss, ohne fiese Stellen.

18 Seillaengen, 600 m lang und nur bedingt zu empfehlen, dafuer aber eine spannende Geschichte: Tricks of the Trade 5.10+ C2 am Isaac; Links: Topo und Bilder;
In der Zeitung vom Zion Nationalpark stehen 8 Routen fuer die man ein Permit braucht, weil sie so beliebt und stark frequentiert sind. Die einzige dieser 8 Routen, die wir nicht kannten, war Tricks of the Trade, also haben wir nachgeguckt und festgestellt, dass das gut aussieht und auch von den Schwierigkeitsgraden als erste lange Route geeignet ist. Wir sind also um 6 aufgestanden, um 7 mit dem Shuttle-Bus gefahren und dann nach etwa 45 Minuten Zustieg 8.15 Uhr in die Wand eingestiegen.
"Tricks..." (5.10+ C2, 600m) geht durch den zentralen Wandteil des mittleren Sandsteinklotzes (Isaac)

Die erste Seillaenge war gleich ordentlich schwer, beginnt mit Fingerriss und wird dann zu so einer unangenehmen Breite wo das Knie gerade noch nicht reinpasst. Tino hat sich voll den Knoechel aufgerissen und den Rest der Route mit Blutspuren markiert. Ab der dritten Seillaenge ist man in einem endlosen Kaminsystem, mit teilweise gruseliger Gesteinsqualitaet und Tonnen von Sand und Geroell auf Baendern und Absaetzen. Nach 8 Seillaengen standen wir um 12.30 Uhr dann endlich unter der beeindruckenden Headwall. Hier hatten zwei andere Kletterer gepennt und hingen jetzt ein paar Seillangen weiter oben. Die Headwall startet mit einem Offwidth (Offwidth sind alle Rissbreiten die groesser als Faust und kleiner als ein Kamin sind). Dann folgt ein cooler Handriss, von dem man einen 15 m Pendelquergang nach rechts ins naechste Risssystem macht. Nun kommt eine Seillaenge, die teilweise nur technisch kletterbar ist, weil der Riss immer enger wird und irgendwann ganz zu ist. Frueher wurden da Normalhaken reingeschlagen und in die Aufweitungen passen jetzt offset-Klemmkeile. Also hat sich Tino schoen mit Keilen und Trittschlingen hochgearbeitet. Als er gerade an einer etwas breiteren Rissstelle steckte, schrien die Amis von oben auf einmal "Rock, Rock, Rooooooock", wir gingen in Deckung so gut es ging und ueber uns schlug ein rucksackgroßer Felsbrocken ein. Zum Glück ist die Wand so steil, dass die Einzelteile des Brockens an uns vorbeisegelten, dafuer rieselte noch eine Minute lang unglaublich viel Sand auf uns drauf. Hui. Schock. Großes Kino. Die Gesteinsqualitaet der Headwall ist eben auch nicht zu gut, der Fels ist irgendwie kruemmlig und es gibt viele lose Bloecke im Riss. Erstaunlich fuer eine Route, die eigentlich taeglich geklettert wird. Und es macht einen echt nervlich fertig, wenn der Fels immer broeselt . Wir schieben uns noch die naechsten beiden, schoenen Seillaengen hoch, dann ist es um 5 und wir beschliessen umzudrehen. Irgendwie hat auch alles ganz schoen lange gedauert, viele der 14 Seillaengen waren echt schwer. Die Amis kommen auch gerade wieder runter und versichern uns, dass die letzten 4 Seillaengen nicht mehr toll sind, Kamine, bloedes Gestein und so. Wir seilen also zu viert ab, das ist auch gut, weil die zwei 60 m Seile haben und wir nur ein 50er und ein 70er. Das Abseilen geht erstaunlich schnell und mit deutlich weniger Steinschlag als befuerchtet. Kurz vor 19 Uhr kommen wir im letzten Licht unten an. Beim Abstieg rutscht Tino aus und faellt genau in einen Kaktus, d. h. wir haben abends noch ordentlich zu tun um Hand, Arm und Oberkoerper von ganzen Stachelbuescheln zu befreien.

Am naechsten Morgen fuehlen wir uns ganz schoen fertig und Tino ist immer noch traurig, dass wir nicht ganz oben angekommen sind.

Gestern waren wir im Kolob-Canyon klettern, der gehoert auch zum Zion, hat aber einen anderen Nationalparkeingang. Verschiedene Leute hatten uns erzaehlt, dass man da klettern kann und in einer Kletterzeitung haben wir ein Bild gesehen, dass uns endgueltig ueberzeugt hat. Um zu den Routen zu kommen, laueft man eine halbe Stunde in einen Canyon rein und erlebt ein echtes Farbwunder. Auf beiden Seiten mehrere hundert Meter hohe, rote Sandsteinwaende, man laueft durch den feinen roten Sand, die Baeume waren richtig gelb, alle anderen Gewaechse gruen und der Himmel blau, dazu irgendwie abgefahrenes Licht. Tinos Aussage: "Das waer ja so schon geil gewesen hier nur so reinzulaufen, wenn wir jetzt noch geil klettern koennen, ist es urst geil." Dann sind wir an der Wand angekommen und es war urst geil. Man klettert in solchen Lochstreifen, die Loecher ("huecos" genannt) sind zum Teil echt gross. Es gibt nicht so viele Routen, dafuer sind die 35 m lang und 15 m ueberhaengend. Wir sind 5.10, 5.12a und 5.12c geklettert, das sind die am haeufigsten gekletterten Routen. Ein echtes Muss fuer alle die mal hier in der Naehe sind.
Tino klettert Namaste (5.12a) im Kolob-Canyon

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Grand Canyon und Zion

Schon eine Woche lang kein neuer Post, jetzt wirds aber Zeit.
Nach unserem Ruhetag in Moab sind wir wieder nach Indian Creek gefahren, weil wir da noch mindestens zwei Tage klettern wollten. Wir haben uns noch den wenig besuchten Needles-Teil des Canyonlands Nationalparks angeguckt, der ist auch echt schön. Leider war da das Wetter schon nicht so toll und in der Nacht hats uns dann richtig eingeregnet. Irgendwie haben wir immer Regen, wenn wir in Indian Creek sind. Da denkt man, man geht in der Wüste klettern und dann das... Wir haben dann nochmal den Wetterbericht für die nächsten Tage gecheckt, der war verherrend. Es wäre wirklich sinnlos gewesen, dazubleiben. Also haben wir Indian Creek schweren Herzens verlassen, sind in Richtung Süd-Westen gefahren, haben auch alle anderen Ziele auf dem Weg ausfallen lassen, denn das Regengebiet war echt groß. So mussten wir diverse hübsche Gipfel und z.B. das Monument Valley am Straßenrand vorbeiziehen lassen und sind direkt zum Grand Canyon gefahren.
Grand Canyon vom 1500m höheren Colorado Plateau

Dort sind wir am nächsten Tag auf dem Bright Angels Trail runter zum Colorado und und auf dem South Kaibab Trail wieder hoch gelaufen. Auf allen Hinweistafeln und so steht, dass man das nicht an einem Tag versuchen soll und man findet auch gar nicht ohne weiteres Infos wie weit das denn nun zum Fluss runter ist. Insgesamt sind es etwa 26 km (16 Meilen) und 3000 Höhenmeter. Wir waren am Samstag da und auch nicht allein unterwegs, offenbar ist einmal Grand Canyon runter und hoch für einige Amis die übliche Beschäftigung für einen Wochenendtag. Fürs Wandern war das Wetter perfekt, wolkig und 15°C, was will man mehr. Ich hatte allerdings das Problem, dass beim Runterlaufen irgendwie das Frühstück in meinem Bauch durcheinander geworfen wurde und ich so von Meile 3 bis 13 mit ziemlichen Bauchschmerzen zu kämpfen hatte. Ich bin eben Bergsteiger und kein Talsteiger, früh erstmal runter laufen ist nicht mein Ding, beim Hochlaufen gings meinem Bauch gleich viel besser.

Jetzt sind wir im Zion Nationalpark um einige große rote Sandsteinwände zu klettern. Allerdings hatten wir hier auch erstmal schlechtes Wetter und weil man an nassem Sandstein nicht klettern darf, sind wir zwei Tage zum Sportklettern nach St. George geflohen. Dort waren wir einen Tag am roten, löchrigen Sandstein (Chuckawalla Wall und Turtle Wall) und am zweiten Tag zwei Kilometer weiter im Basalt klettern (Black Rocks). Das war sehr nett.
12er an der Chuckawalla Wall

2km weiter: der schwarze Basalt der Black Rocks

Gestern haben wir uns mit ein paar Rissen hier auf die großen Wände eingestellt und morgen gehts dann hoffentlich richtig los. Wir haben sogar zwei coole Amis gefunden, die uns ein Seil geborgt haben, denn für viele Routen braucht man zwei Seile zum Abseilen oder zumindest für den Rückzug falls man nicht hochkommt. Die besten Routen sind allerdings echt stark frequentiert, hoffentlich stehen wir nicht im Stau.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Kontrastprogramm

Vielen Dank für die Kommentare zum letzten Post! Freut uns, dass ihr unseren Blog lest :)
Zum Thema Indian-Creek-Wunden lässt sich noch hinzufügen, dass Tinos Schlafsackinlet heute Nacht an seiner (großen) Wunde am Oberschenkel festgebacken ist und es sehr schön war, das Inlet wieder zu entfernen...

Vorgestern waren wir im Big Bend bouldern (@Jens, Felix, etc.: euer Steinbogen steht nicht mehr), da ist der gleich Sandstein wie hier überall und zur Abwechslung wurden mal die Fingerkuppen beansprucht. Schon komisch, wenn die Griffe und Tritte auf einmal nicht mehr alle vertikal und in einer Linie sind. Nachdem wir mittags erstmal schön im Colorado baden waren, lief es dann nachmittags auch ganz gut mit dem Bouldern.
Big Bend Bouldering

Gestern war dann die erste richtig anstrengende Aktion dran: wir haben erst Fine Jade am Rectory und dann North Face am Castelton Tower gemacht. Ingesamt sind das 7 Seillängen, allerdings alle ziemlich anspruchsvoll und natürlich Riss. Vor allem in der ersten Seillänge vom North Face hab ich mich ordentlich gequält, 35 m Breithand-/ Faustriss. Tino fands voll geil, ich war erstmal tot. Dann sind gestern gleich mal drei Basejumper vom Castelton Tower gehopst. So spart man sich die Stunde Abstieg...
Tino auf dem Weg zum Rectory (Fine Jade ist in der sonnigen Schmalseite)

Montag, 18. Oktober 2010

Von aufgepumpten zu aufgeschrabbelten Armen

Wir haben uns schweren Herzens von Boulder losgerissen und sind nach Rifle gefahren. Das soll das beste amerikanische Kalk-Sportklettergebiet sein. Ist auch echt ganz cool, aber nicht so die typische Kalkfelsstruktur, sondern eckig und kantig, ohne Löcher. Die Locals steigen gleich mit dem Gurt aus dem Auto. Die Felsen sind alle im Canyon in dem die Straße langgeht, also hat man 5 bis 15 m Zustieg. Allerdings ist das Klettern total anstrengend, zumindest wenn man vorher im senkrechten Granit unterwegs war. Nachdem wir uns am ersten Tag eingewöhnt hatten, lief es eigentlich gut, allerdings war ich am zweiten Tag so platt, dass ich schon die Aufwärmrouten nicht mehr hochgekommen bin. Tino ging es zum Glück besser, 5.12b lief zumindest gut. Cool war auch, dass wir Lynn Hill getroffen haben, die da 5.13d projektiert hat. Wir haben mit ihr über genmodifizierte Lebensmittel gequatscht.
Lynn Hill in "Living in fear" 5.13d
Nach zwei Tagen Rifle brauchten wir defintiv einen Ruhetag, außerdem waren die Nächte immer deutlich unter Null Grad, das war nicht so toll mit unseren Sommerschlafsäcken, die für +7 Grad ausgelegt sind. Also sind wir weitergefahren, Richtung Moab. Unterwegs haben wir das Independence Monument im Colorado National Monument bestiegen, das erste richtige Urlaubshighlight und eine echte Empfehlung. Das ist ein superschöner Gipfel und es gibt eine gute Route für Ruhetage, 4 Seillängen maximal 5.8, eine Stunde Zustieg. Früher ging da mal eine Leiter hoch und die Löcher von deren Befestigung sind jetzt richtige Henkel :)
Lisa auf dem Weg zum Independence Monument

Danach gings weiter, an Moab vorbei nach Indian Creek. Getreu Tinos Motto "No Riss, no fun" haben wir uns zwei Tage lang Risse aller Größen (bis hin zum offwidth) hochgeschlatzt. Die Amis fanden uns immer lustig, weil wir mit unserem einen Satz komischer Cams, einem Seil und einer uralten Kletterführerkopie ankamen, folglich immer Ausrüstung und Führer borgen mussten und ihnen am Ende doch erstaunlich schwere Topropes eingehängt haben. Jetzt sind wir allerdings ganzkörperaufgeschrabbelt, der Sandstein ist echt fies. Tino meint, die Wunden sind so, wie wenn man in der Turnhalle übers Parkett schleift. Darum sitzen wir jetzt in Moab im Café und entspannen bevor wir uns gleich einen leckeren Burger reinziehen.
Tino in "Scarface" 5.11-

Lisa

Montag, 11. Oktober 2010

Hard movers

Wir waren jetzt noch zwei Tage hier bei Boulder klettern, es gefällt uns sooo gut. Granitsportklettern. Außerdem haben wir uns am regnerischen Ruhetag noch den Eldorado Canyon angeguckt, da kann man natürlich auch klettern, allerdings vor allem ziemlich gruselig selbstabzusichern.

Wasserfall im Eldorado Canyon

Viel spannender ist aber, dass wir hier bei Jackie und Chris heimisch geworden sind. Die sind super. Und hier im Haus waren offenbar schon richtig viele fitte Kletterer. Das ist auch kein Wunder, denn Chris bouldert 8b+ und wird von Black Diamond und Five Ten gesponsert (Tino hat gerade 2 Paar seiner alten Schuhe abgestaubt), Jackie hat mir heute beim Frühstück erzählt, dass sie so V 11 bouldert und Sam Elias ist einer der besten Ami-Sportkletterer (und der Freund von Emily Harrington).  Jetzt durften wir uns gerade an einem Türrahmen verewigen, wo der "Affenfaktor" von allen Kletterern die hier waren angemalt wird. D.h. Körpergröße und Armspanne werden gekennzeichnet und unsere Striche sind da jetzt zwischen Tommy Caldwell, Paul Robinson,... verteilt. Tinos Affenfaktor ist übrigens echt ordentlich.
Heute waren Jackie und Chris mit uns klettern und waren von der 5.11b-warm-up-Platte, die wir vorher gemacht hatten, voll schockiert :) Die manteln auf der Reibung an irgendwelchen Knubbeln... Außerdem haben wir gelernt, welche Five-Ten-Sohle bei welchen Temperaturen perfekt ist und dass Chris die Lapis-Griffbürsten etwas blöd findet, weil die immer so schnell abbrechen (ist mir noch nicht passiert).
Jackie auf der 5.11b Platte

Sehr lustig und wahrscheinlich gar nicht gut fürs Klettern  war das Backen und Braten diverser deutscher und amerikanischer Leckereien in den letzten Tagen. Es begann damit, dass wir uns quasi für die Gastfreundschaft bedanken wollten und deshalb Kartoffelpuffer für alle gemacht haben. Am nächsten Morgen haben Jackie und Chris mit French Toast gekontert, dazu ditscht man Toastscheiben in einen Eier-Milch-Mix, brät sie in der Pfanne und macht dann Honig, Ahornsirup und Früchte drauf. Typisch amerikanisches Frühstück. Weil wir nun einmal dabei waren und es eh unser Ruhetag war, haben wir gleich noch einen Apfel-Streusel-Kuchen gebacken, der uns auch echt gut gelungen ist. Gestern abend gab es dann extrem leckere Brownies von Jackie,  warm direkt aus dem Ofen und mit Eis dazu, voll die Bombe. Und heute früh zum Abschied noch Pancakes von Chris. Wir fahren jetzt nämlich weiter nach Rifle, weil das Wetter in Boulder über Nacht richtig schlecht geworden ist. In den Rocky Mountains liegt überall Schnee, das sieht man hier aus dem Fenster.
Jackie und Chris genießen unseren Apfel-Streusel-Kuchen

Freitag, 8. Oktober 2010

Es geht schon mal gut los

So, da ist er, unser Blog. Der Blogname war übrigens Jackies Idee, wir hängen hier gerade bei ihr in Boulder auf dem Sofa ab. Aber von vorn: Wir sind am Dienstag (05.10.) von Berlin nach Denver geflogen, mussten ewig an der Einreise-inspection warten und unser Essen durch die extra no-food-inspection schmuggeln.

Dann wurden wir zum Glück von Barny abgeholt, bei dem wir die erste Nacht pennen durften. Er, seine Frau Marion und das Haus der beiden sind so amerikanisch wie etwas amerikanisch sein kann. Wir hatten echt einen entspannten und supernetten Start in den Urlaub. Natürlich wurden wir am nächsten Tag auch noch nach Boulder gefahren, wo wir unseren tollen hellblauen Van trafen. In dem Haus vor dem der Van die letzten 6 Wochen auf uns gewartet hat, wohnen Jackie, Chris, Jason (der kauft uns den Van dann wieder ab) und Sam (ist gerade nicht da). Und weil wir nun einmal da waren, sind wir auch gleich noch geblieben und hängen jetzt hier auf dem Sofa ab. Wir wohnen also im Van vor dem Haus und nutzen hier Bad und Küche von Leuten, die uns überhaupt nicht kennen, aber total cool und nett sind. Jetzt waren wir schon zwei Tage klettern, im Clear Creek und im Boulder Canyon. Boulder ist einfach von tollen Granitklettergebieten umringt. Tino hat sich heute gleich mal drei Finger an der Seite voll aufgerissen (beim Seil abziehen), aber das ist ja nix neues. Wir werden also noch ein paar Tage hier und in Rifle Sportklettern, bis Tino seine Finger wieder in einen Fingerriss stecken kann und wir nach Indian Creek fahren. Fotos folgen dann hoffentlich beim nächsten Blogeintrag... Also bis bald, über Kommentare freuen wir uns :)
LiTi