Nach unserem Ruhetag in Moab sind wir wieder nach Indian Creek gefahren, weil wir da noch mindestens zwei Tage klettern wollten. Wir haben uns noch den wenig besuchten Needles-Teil des Canyonlands Nationalparks angeguckt, der ist auch echt schön. Leider war da das Wetter schon nicht so toll und in der Nacht hats uns dann richtig eingeregnet. Irgendwie haben wir immer Regen, wenn wir in Indian Creek sind. Da denkt man, man geht in der Wüste klettern und dann das... Wir haben dann nochmal den Wetterbericht für die nächsten Tage gecheckt, der war verherrend. Es wäre wirklich sinnlos gewesen, dazubleiben. Also haben wir Indian Creek schweren Herzens verlassen, sind in Richtung Süd-Westen gefahren, haben auch alle anderen Ziele auf dem Weg ausfallen lassen, denn das Regengebiet war echt groß. So mussten wir diverse hübsche Gipfel und z.B. das Monument Valley am Straßenrand vorbeiziehen lassen und sind direkt zum Grand Canyon gefahren.
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| Grand Canyon vom 1500m höheren Colorado Plateau |
Dort sind wir am nächsten Tag auf dem Bright Angels Trail runter zum Colorado und und auf dem South Kaibab Trail wieder hoch gelaufen. Auf allen Hinweistafeln und so steht, dass man das nicht an einem Tag versuchen soll und man findet auch gar nicht ohne weiteres Infos wie weit das denn nun zum Fluss runter ist. Insgesamt sind es etwa 26 km (16 Meilen) und 3000 Höhenmeter. Wir waren am Samstag da und auch nicht allein unterwegs, offenbar ist einmal Grand Canyon runter und hoch für einige Amis die übliche Beschäftigung für einen Wochenendtag. Fürs Wandern war das Wetter perfekt, wolkig und 15°C, was will man mehr. Ich hatte allerdings das Problem, dass beim Runterlaufen irgendwie das Frühstück in meinem Bauch durcheinander geworfen wurde und ich so von Meile 3 bis 13 mit ziemlichen Bauchschmerzen zu kämpfen hatte. Ich bin eben Bergsteiger und kein Talsteiger, früh erstmal runter laufen ist nicht mein Ding, beim Hochlaufen gings meinem Bauch gleich viel besser.
Jetzt sind wir im Zion Nationalpark um einige große rote Sandsteinwände zu klettern. Allerdings hatten wir hier auch erstmal schlechtes Wetter und weil man an nassem Sandstein nicht klettern darf, sind wir zwei Tage zum Sportklettern nach St. George geflohen. Dort waren wir einen Tag am roten, löchrigen Sandstein (Chuckawalla Wall und Turtle Wall) und am zweiten Tag zwei Kilometer weiter im Basalt klettern (Black Rocks). Das war sehr nett.
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| 12er an der Chuckawalla Wall |
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| 2km weiter: der schwarze Basalt der Black Rocks |
Gestern haben wir uns mit ein paar Rissen hier auf die großen Wände eingestellt und morgen gehts dann hoffentlich richtig los. Wir haben sogar zwei coole Amis gefunden, die uns ein Seil geborgt haben, denn für viele Routen braucht man zwei Seile zum Abseilen oder zumindest für den Rückzug falls man nicht hochkommt. Die besten Routen sind allerdings echt stark frequentiert, hoffentlich stehen wir nicht im Stau.



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