Montag, 11. Oktober 2010

Hard movers

Wir waren jetzt noch zwei Tage hier bei Boulder klettern, es gefällt uns sooo gut. Granitsportklettern. Außerdem haben wir uns am regnerischen Ruhetag noch den Eldorado Canyon angeguckt, da kann man natürlich auch klettern, allerdings vor allem ziemlich gruselig selbstabzusichern.

Wasserfall im Eldorado Canyon

Viel spannender ist aber, dass wir hier bei Jackie und Chris heimisch geworden sind. Die sind super. Und hier im Haus waren offenbar schon richtig viele fitte Kletterer. Das ist auch kein Wunder, denn Chris bouldert 8b+ und wird von Black Diamond und Five Ten gesponsert (Tino hat gerade 2 Paar seiner alten Schuhe abgestaubt), Jackie hat mir heute beim Frühstück erzählt, dass sie so V 11 bouldert und Sam Elias ist einer der besten Ami-Sportkletterer (und der Freund von Emily Harrington).  Jetzt durften wir uns gerade an einem Türrahmen verewigen, wo der "Affenfaktor" von allen Kletterern die hier waren angemalt wird. D.h. Körpergröße und Armspanne werden gekennzeichnet und unsere Striche sind da jetzt zwischen Tommy Caldwell, Paul Robinson,... verteilt. Tinos Affenfaktor ist übrigens echt ordentlich.
Heute waren Jackie und Chris mit uns klettern und waren von der 5.11b-warm-up-Platte, die wir vorher gemacht hatten, voll schockiert :) Die manteln auf der Reibung an irgendwelchen Knubbeln... Außerdem haben wir gelernt, welche Five-Ten-Sohle bei welchen Temperaturen perfekt ist und dass Chris die Lapis-Griffbürsten etwas blöd findet, weil die immer so schnell abbrechen (ist mir noch nicht passiert).
Jackie auf der 5.11b Platte

Sehr lustig und wahrscheinlich gar nicht gut fürs Klettern  war das Backen und Braten diverser deutscher und amerikanischer Leckereien in den letzten Tagen. Es begann damit, dass wir uns quasi für die Gastfreundschaft bedanken wollten und deshalb Kartoffelpuffer für alle gemacht haben. Am nächsten Morgen haben Jackie und Chris mit French Toast gekontert, dazu ditscht man Toastscheiben in einen Eier-Milch-Mix, brät sie in der Pfanne und macht dann Honig, Ahornsirup und Früchte drauf. Typisch amerikanisches Frühstück. Weil wir nun einmal dabei waren und es eh unser Ruhetag war, haben wir gleich noch einen Apfel-Streusel-Kuchen gebacken, der uns auch echt gut gelungen ist. Gestern abend gab es dann extrem leckere Brownies von Jackie,  warm direkt aus dem Ofen und mit Eis dazu, voll die Bombe. Und heute früh zum Abschied noch Pancakes von Chris. Wir fahren jetzt nämlich weiter nach Rifle, weil das Wetter in Boulder über Nacht richtig schlecht geworden ist. In den Rocky Mountains liegt überall Schnee, das sieht man hier aus dem Fenster.
Jackie und Chris genießen unseren Apfel-Streusel-Kuchen

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