Die schlechte Nachricht ist, dass wir gerade in Las Vegas im Luxor zum Mittags-all-you-can-eat waren und es Tino jetzt schlecht geht:) Er hat echt unglaublich viel gegessen und liegt jetzt völlig fertig neben mir im Auto. Er meinte gerade, dass in seinen Gliedmaßen gar kein Blut mehr ist, weil das alles im Bauch benötigt wird.
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| Las Vegas, der Strip |
Nach unserem kleinen Kletterunfall hatten wir keine Lust mehr auf Zion und mit meiner Hand war an Rissklettern auch nicht zu denken. Die großen Ziele mussten also mal wieder verschoben werden, wir kommen bestimmt mal wieder in den Zion. Wir sind also nach Las Vegas gefahren, hatten erstmal noch ein bisschen Stress, weil wir zwei neue (gebrauchte) Reifen für unser Auto brauchten, die wir dann nach vielem Hin und Her bei einer Mexikaner-Autowerkstatt bekommen haben. Nur bei den Mexikanern bekommt man gebrauchte Reifen, wir hatten dann glücklicherweise eine Werkstatt gefunden, wo sogar jemand Englisch sprach.
Wir waren dann zwei Tage am Mount Charleston klettern (bzw. ich hab erstmal nur gesichert), dass ist eine Stunde von Las Vegas weg, man ist aber in einer völlig anderen Welt. Berge mit Schnee, kaum Menschen, Ruhe, landschaftlich wie in den Alpen. Da gibt es viele Kalkklettergebiete, allerdings ist die Kletterei irgendwie gewöhnungsbedürftig.
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| Kletterkollege in den Red Rocks |
Dann sind wir in die Red Rocks gefahren, waren schön an der Gallery sportklettern und haben gestern mal wieder ein echtes Abenteuer erlebt. Eigentlich wollten wir nur den "Prince of Darkness" klettern, das ist hier die Sportklettermehrseillängenroute, die jeder macht. 5.10c, 6 Seillängen und richtig schön. Nachdem wir die Zufahrt über die Dirt Road gefunden hatten (Tipp für Leute die auch mal zum Black Velvet Canyon fahren wollen: die Dirt Road beginnt jetzt an dem großen neuen Parkplatz), hatten wir erstmal Glück, denn wir waren die Ersten an der Wand. Weniger gut war das Wetter, denn es war sehr unangenehmer Sturm und dadurch richtig kalt. Die sechs Seillängen gingen trotzdem ganz gut. Danach wollten wir aber weiter machen und damit begann das Abenteuer. Mit unserem 70m Seil hätten wir nicht ohne Materialverlust (2 Karabiner) abseilen können und im Kletterführer stand, dass man mit 5 weiteren, leichten Seillängen auf den Gipfel klettern und runterlaufen kann. Das erste Stück ging auch gut, es kamen auch noch ein Stand. Allerdings fing es zwischendurch mal an zu schneien. Als ich am zweiten Stand (Absatz mit Baum) ankam, meinte Tino, dass hier voll die Leiche liegt. Und da lag tatsächlich eine menschliche Leiche! Unfassbar. Die liegt da zwar sicher schon sehr lange, weil die Knochen ganz sauber sind und einige Knochen fehlen (z. B. auch der Kopf), aber es ist einfach mal ein toter Mensch und man sieht auch noch die Klamotten. Danach wurde die Wegfindung immer schwieriger, offenbar klettert das nie jemand und zurück ging es auch nicht mehr richtig. Aber wir dachten ja, dass wir jeden Moment oben sind. Es wurde aber immer weiter und irgendwann stellten wir fest, dass wir wirklich noch sehr sehr weit hoch müssen, um dann runterlaufen zu können. Es wurde dann Speedklettern im Kampf gegen die untergehende Sonne. Den Abstieg sind wir komplett runter gerannt (in Kletterschuhen). Tino immer vorneweg, auf der Suche nach den Steinmännern. Im Dunkeln wäre das nicht zu finden gewesen. Endlich am Auto angekommen musste Tino nochmal los, um die Rucksäcke vom Einstieg zu holen. Dabei hat er noch zwei Japaner gerettet, die sich voll verlaufen hatten.
Jetzt sitzen wir also glücklich in Las Vegas hinterm Mc Donalds, neben uns hat gerade ne fette Limosine geparkt. Beim letzten Ruhetag hier haben wir uns sogar mal an einen "einarmigen Banditen" getraut. Wir wussten erst nicht, wie das geht, haben einfach mal einen Dollar reingeschoben und auf die Tasten gedrückt und direkt 12,50 $ gewonnen! Yuhu.


alter schwede,
AntwortenLöschenhabt ihr den toten gemeldet? sollte man schon tun, oder? der wird doch garantiert vermisst.
na zum glück seid ihr zu zweit unterwegs.
grüße
feli
Könnt ihr auch mal was "Normales" machen?
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