Wir wollten nur mal kurz ein Lebenszeichen von uns geben. Auf Neuseeland ist es echt schwierig kostenloses W-LAN zu finden, deshalb haben wir ewig nix geschrieben.
Uns gehts an sich bestens, außer dass das Wetter gerade katastrophal ist. Wir sind ganz im Südwesten der Südinsel am Milford Sound, da gibt es eine Alpenvereinshütte und ein paar Klettergebiete. Vorgestern sind wir zu der Hütte gefahren, man muss durch ein Flussbett, das war aber komplett trocken obwohl es in den letzten Tagen geregnet hatte. Also haben wir uns nix dabei gedacht. Dann hat es in der Nacht aber so krass geregnet, dass ein riesiger Fluss enstanden ist, man könnte bestens darauf raften. Also saßen wir gestern den ganzen Tag in der Hütte, es hat eh die ganze Zeit geschüttet. Jetzt sind wir gerade mit der Hüttenwirtin Rachel und einem Local in die Stadt gefahren. Rachel hat einen Jeep und so sind wir durch den Fluss gekommen, der hat heute auch schon ein bisschen weniger Wasser. Also genaugenommen sind es zwei Flüsse, im ersten liegen jetzt große Steine und der zweite ist hüfttief. Das kann sehr heiter werden unser kleines Mietauto da rauszubekommen. Morgen soll es nicht mehr ganz so viel regnen, das ist dann unsere Chance bevor am Freitag wieder Weltuntergang angesagt ist.
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| Weltuntergangsstimmung und gefülltes Bachbett direkt an der Hütte |
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| Klettern hinterm Wasserfall |
Was haben wir bisher hier gemacht? Wir sind vor zwei Wochen in Auckland auf der Nordinsel angekommen und haben uns dann erstmal einen Tag lang Blubber-Blubber und Stinke-Stinke bei Rotorua angeguckt. Unter dem Gebiet dort ist eine Magmablase und überall dampft und brodelt es. Es gibt kochende Seen und Flüsse, Matschgeblubber, Gewässer in abgefahrenen Farben und überall stinkt es nach Schwefel.
Dann haben wir die Tongariro Alpine Crossing gemacht, das ist auch ein must-have (entsprechend viele Leute sind unterwegs). Man läuft 20 km durch superschöne Vulkanlandschaft, kann zwischendurch den Herr-der-Ringe-Vulkan besteigen, dann gibt’s coole blaue Seen und zum Schluss noch ein bisschen Dschungel.
Wir waren auf der Südinsel bei Paynes Ford, das ist das bekannteste Sportklettergebiet Neuseelands. Wir waren drei Tage klettern und es war auch echt ganz cool, bläst voll die Unterarme auf, weil alles Sloper sind. Das legendäre Hangdog-Camp ist leider gerade geschlossen, also wohnen alle Kletterer auf einer Wiese am Fluss neben einer Brücke, 6 km vom Klettergebiet entfernt. Beim Regen konnte man dann gut unter der Brücke zelten. Leider wollte der Regen nicht mehr aufhören, also sind wir nach den drei Klettertagen aus Paynes Ford geflohen, die Westküste runtergefahren und hatten dann zumindest mal nicht ganz so schlechtes Wetter. Wir waren bei Wanaka und einen Tag hier im Milford Sound im Sektor The Chasm hinterm Wasserfall klettern (Bild oben).Vielleicht können wir sogar heute nochmal klettern gehen. Beim Zustieg zum Sektor Babylon wird man wohl sowieso komplett nass, weils durch den Dschungel geht und die Wand ist immer trocken, weil sie so überhängt.
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| Tino beim lustigen Swing in Paynes Ford |






Wir sind gut zurueck gekommen (eine halbe Stunde in der Warteschleife wegen Schneesturm in Koeln-Bonn und Nachtanken in Frankfurt wegen ausgehendem Treibstoff eingeschlossen), beseitigen nun Schnee und Eis und wuenschen Euch froehliche Weihnachten und einen wasserarmen Start ins neue Jahr
AntwortenLöschenMargrit und Rolf
Leicht nachträglich auch vom Onkel Jens ein paar weihnachtliche Grüße!
AntwortenLöschenPasst auf, dass Ihr Euch keinen Sonnenbrand holt.
Irgendwo beim Herrn der Ringe lebte doch so ne Riesenspinne. Eventuell könntet Ihr die mitbringen, um Antje einen Schreck einzujagen.
Bis die Tage und liebe Grüße
Jens